Die Zukunft - “Das unentdeckte Land”

So heißt es in einem Film aus der Reihe Startrek. Wir wissen nicht, was uns in diesem Land erwartet und doch suchen wir es unaufhörlich. Wir wissen nicht wo wir konkret suchen müssen und doch kommt die Zukunft direkt auf uns zu. Wir müssen eigentlich nichts tun, um in diesem unentdeckten Land anzukommen. Zu Hause auf der Couch sitzen und die Beine hochlegen reicht schon völlig aus, um diese Reise anzutreten.

Und doch treten die meisten Menschen diese Reise nicht auf diese Art und Weise an. Sie bewegen sich zielgerichtet auf diese Land zu, sind unterwegs um den Zugang zu diesem Land zu finden, gestalten das Hier und Heute, um den Weg in dieses Land abzukürzen. Immer schon haben Menschen über diese Zukunft nachgedacht. Erst nur als Verheißung eines besseren Lebens, in dem Milch und Honig fließen und niemand mehr arbeiten muss. Später auch als Dystopie, als Untergangsszenario in dem dieses Land verwüstet und dunkel erscheint. Immer aber in Träumen und auch in konkreten Ideen, die Entwicklung - im Positiven wie auch im Negativen - versprachen.

Im Allgemeinen werden diese Ideen aber immer an den gerade herrschenden Umständen gespiegelt und entwickelt. Als Beispiel sei hier die bereits erwähnte Serie Startrek genannt. Während es in der Originalserie bereits einen massiven Sprung weit in die Zukunft der Technologie mit Beamen und Überlichtgeschwindigkeit gab, wurde auf dem Schiff selbst noch mit fest installierten Wechselsprechanlagen und Schaltknöpfen gearbeitet. Die nächste Serie entstand bereits unter dem Wissen, dass drahtlose Kommunikation und die Computernutzung überall und mit sehr kleinen Geräten möglich sein wird. Ein weiteres Beispiel ist auch die Zeitmaschine von Wells. Dessen Entwurf ist für seine Zeit unglaublich phantastisch, aber eben noch rein mechanisch mit sich drehenden Spulen, so wie in seiner Zeit Maschinen eben aussahen. Spätere Autoren kreierten hier schon eher elektronische und computergestützte Systeme.

Aus diesen Beispielen wird schnell ersichtlich, dass das Bild der Zukunft über die Phantasie des Menschen - und hier aus dem Blickwinkel des jeweiligen Betrachters - geprägt wird. Gleichzeitig ist dieses Bild aber auch eine Fortsetzung des bekannten Wissens und somit der jeweiligen Epoche, in dem dieses Zukunftsbild entstand. Diese Betrachtungen bieten somit zwei sehr spannende Pole: Einmal sind es die erdachten Szenarien unseres Lebens in künftigen Jahren und andererseits sind es die realen Reflektionen dieser Szenarien auf eben den Zeitpunkt seiner Entstehung.

Das Futureum stellt diese beide Gesichtspunkte in den Mittelpunkt. Als „Museum“ der „Zukunft“ - eben ein FUTUREUM - bietet es eine Plattform, die die Geschichte dieser ständig sich neu erfindenden Zukunft darstellt. Damit wird die aktuelle Entwicklung unter den Gesichtspunkten dessen diskutiert, wie sich unsere Vorfahren dieses Leben zum jetzigen Zeitpunkt vorstellten. Gleichzeitig greift das Futureum derzeit diskutierte Zukunftsideen auf, um diese zu interpretieren und einer breiten Diskussion zu stellen. Die mögliche Themenpalette dabei ist unerschöpflich: Über die Gebiete Technologien, Produktion, Dienstleistungen hin zu Kunst und Kultur sowie auch zu Lebensentwürfen, wie sie einst erträumt wurden und wie sie heute vielleicht Realität sind. Damit schließt das Futureum sowohl anfassbare Tatsachen als auch Träume und Ideen ein und betrachtet sie sowohl unter dem Blickwinkel des Machbaren als auch mit philosophischen Kriterien.

Das Futureum stellt sich dabei als offene Plattform dar, die zum Mitmachen anregt und neue Ideen integriert. Konstruktive Beiträge und Anregungen sind also jederzeit willkommen. Vieles wird sich nur aus dem Mitarbeit und auch der Kritik entwickeln. Doch nun genug der Vorrede - starten wir gemeinsam in das unentdeckte Land!